Gemeinschaftspraxis für allgemeine Zahnmedizin · Endodontie · Kinderbehandlung
Christian Koenigsmann, Miriam Koenigsmann
Altendorfer Str. 360
45143 Essen

Telefon: (0201) 62 70 03
Fax: (0201) 4 78 48 84
E-Mail: christian.koenigsmann@gmx.net

Mit Hilfe der Karte können Sie den Standort unserer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Miriam & Christian Koenigsmann in Essen-Altendorf ausfindig machen. Parkplätze sind vor der Praxis vorhanden. In unmittelbarer Nähe zur Praxis befinden sich Haltestellen aller öffentlichen Verkehrsmittel. Die Haltestelle "Röntgenstraße" der Straßenbahnlinien 103 und 105 liegt in der Altendorfer Straße.

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Montag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 18:00 Uhr
Dienstag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 19:00 Uhr
Mittwoch:
08:15 - 12:00 Uhr

Donnerstag:
08:15 - 12:00 Uhr
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Freitag:
08:15 - 12:00 Uhr
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Termine nach Vereinbarung

News

Von der Forschung direkt zur Anwendung

Zwei Grundlagenforscherinnen der Abteilung Biomaterialien sind an interdisziplinärem Forschungsprojekt „InterDent“ beteiligt. Dessen Ziel ist es, Zahnfüllungen oder -kronen in Zukunft beständiger zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Projekt mit 2,1 Millionen Euro zunächst für drei Jahre.

„Gemeinsam mit den zahnmedizinischen Kollegen der Charité werden wir untersuchen, wie mineralisierte Biofilme wie Zahnstein mit künstlichen Füllungsmaterialien interagieren. Letztendlich wird dieses grundlegende Wissen helfen, die Materialien so herzustellen, dass sie die Ablagerung von Zahnstein verhindern,“ sagt Materialwissenschaftlerin Dr. Cécile Bidan, Arbeitsgruppenleiterin in der Abteilung Biomaterialien am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG). Mit Dr. Laura Zorzetto, Biomedizintechnikerin am MPIKG, untersucht sie die Entstehung, das Wachstum und die Mineralisierung von Biofilmen, die bei der bakteriellen Besiedlung von Zahnoberflächen und Zahnfüllungen auf natürliche Weise entstehen.

Die Besonderheit des Forschungsprojekts „InterDent“ besteht darin, dass Grundlagenforscher und Zahnmediziner gemeinsam neue Materialen entwickeln, um so schnell praxistaugliche Werkstoffe zu schaffen. Dabei besteht der Nutzen durchaus wechselseitig. „Dieses Projekt ermöglicht nicht nur eine Translation von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Praxis, sondern umgekehrt auch eine Inspiration von grundlegenden Forschungen durch klinische Fragestellungen,“ sagt Prof. Dr. Peter Fratzl, Direktor der Abteilung Biomaterialien am MPIKG.

Die Wissenschaftlerinnen und Zahnmediziner nutzen Werkzeuge aus der Werkstofftechnik mit Ansätzen aus der Dentalforschung, um bestehende Materialien der Zahnrekonstruktion zu verbessern. Bei Zahnkaries kommen beispielsweise Füllungsmaterialien aus Kunststoff, Metalllegierungen und verschiedene Keramiken zum Einsatz, deren Haltbarkeit sich stark unterscheidet. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, von den Wechselwirkungen zwischen stark haftendem Zahnstein und rekonstruierten Zahnoberflächen zu lernen.

„InterDent“ benennt eine Forschungskooperation zwischen dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung Potsdam, der Zahnklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem Helmholtz-Zentrum Berlin. Insgesamt besteht das Forschungsprojekt aus vier interdisziplinären Teilprojekten. Dr. Bidan leitet das beschriebene Teilprojekt gemeinsam mit Prof. Sebastian Paris, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Charité.

Parodontitis: Forschende suchen nach neuem Wirkstoff

Zielsicher, effizient und ohne viele Nebenwirkungen: Ein neuer Ansatz zur Bekämpfung von Parodontitis könnte womöglich den Einsatz von Breitband-Antibiotika überflüssig machen. Entwickelt und erstmals getestet wurde er von einem Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI und der Periotrap Pharmaceuticals GmbH. Ziel ist es, nur die Bakterien unschädlich zu machen, die Parodontitis auslösen, während harmlose Arten verschont bleiben. Darüber berichtet das Team im Fachjournal "Journal of Biological Chemistry".

Parodontitis ist eine weitverbreite bakterielle Entzündung des Zahnfleischs: Laut der Deutschen Mundgesundheitsstudie ist über die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland im Laufe ihres Lebens betroffen. Die Krankheit selbst kann nicht nur zum Verlust von Zähnen führen, sondern sie steigert auch das Risiko für andere Krankheiten, wie Alzheimer und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bisher kommen bei der Behandlung vor allem Breitband-Antibiotika zum Einsatz, die alle Bakterien im Mundraum angreifen. Das hat einige Nachteile: "Die Behandlung birgt Nebenwirkungen, sie zerstört auch alle harmlosen oder nützlichen Bakterien im Mundraum und nicht zuletzt können die Bakterien Resistenzen gegen die Mittel ausbilden", erklärt Dr. Mirko Buchholz von Periotrap Pharmaceuticals, der die neue Studie mit dem Biotechnologen Prof. Dr. Milton T. Stubbs von der MLU leitete.

Die Forschenden suchten deshalb nach einem Weg, nur die schädlichen Bakterien im Mund auszumerzen. Ein Team der Außenstelle für Molekulare Wirkstoffbiochemie und Therapieentwicklung des Fraunhofer IZI in Halle entwickelte dafür eine Testsubstanz, die ein bestimmtes Enzym in den Bakterien angreift, das für den Stoffwechsel eine besondere Rolle spielt - die Glutaminylzyklase. Wird dieses Enzym gestört, sterben die Bakterien und es kann im Idealfall keine Parodontitis entstehen. Gemeinsam mit den zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern, der Jagiellonen-Universität in Krakau sowie der University of Louisville in Kentucky (USA) überprüften die Forschenden die Wirksamkeit. Dabei zeigte sich, dass die neue Substanz das Wachstum der pathogenen Bakterien tatsächlich unterdrückt.

Das Besondere: Die Substanz wirkt nur bei den schädlichen Bakterien. "Die Glutaminylzyklase, unser Angriffsziel, gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten. Normalerweise verfügen Pflanzen und Bakterien über eine und Säugetiere über eine andere Variante des Enzyms. Die Funktionsweise der beiden ist ähnlich, sie unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Struktur. Das ist ein wenig wie bei Schlitz- und Kreuzschlitz-Schraubenziehern", erklärt Stubbs. Die Bakterien, die Parodontitis auslösen, haben überraschenderweise aber die Säugetier-Variante des Enzyms. "Das ist für unseren Ansatz entscheidend, denn so haben wir ein mögliches Angriffsziel, bei dem wir nur die pathogenen Bakterien treffen und die harmlosen intakt lassen können", sagt Mirko Buchholz. Um mögliche Nebenwirkungen im Vorfeld zu minimieren, verglich das Team das Bakterien-Enzym mit der menschlichen Säugetier-Variante. "Es gibt kleine, aber signifikante Unterschiede bei den Enzymen", so Stubbs. Diese Unterschiede reichen vermutlich aus, sodass die neue Substanz bestenfalls gar nicht bei den menschlichen Enzymen wirkt. Deshalb ist nur mit geringen Nebenwirkungen zu rechnen.

Mit ihrer Studie liefern die Forschenden zunächst den Nachweis, dass der Ansatz grundsätzlich funktioniert. In weiteren Studien muss dieser nun verfeinert und in späteren klinischen Studien überprüft werden. Bis aus der Forschung aus Halle ein marktreifes Medikament wird, könnten also noch mehrere Jahre vergehen.

Die Studie wurde von der Europäischen Union und der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) gefördert.

Zahnpasten: Schutz vor Karies – Fluorid hilft, fluoridfrei nicht

Zahlreiche Studien belegen bereits die Wirksamkeit von Fluorid hinsichtlich der Kariesprävention. Diesbezüglich wird auch Nanohydroxylapatit viel diskutiert. Eine aktuelle Studie aus der Schweiz hat nun beide Inhaltsstoffe genauer betrachtet und bestätigt die kariesschützende Wirkung von Fluorid: Wierichs und Kollegen untersuchten Zahnpasten mit unterschiedlichem Fluoridgehalt (fluoridfrei, 1.100 ppm und 5.000 ppm) sowie fluoridfreie, Nanohydroxylapatit-haltige Zahnpasta hinsichtlich ihrer hemmenden Wirkung gegenüber Karies im Dentin (Zahnbein) und der Demineralisation.

Natürliche Plaque-Simulation durch Unterkieferapparatur

Bei der Studie erhielten 20 Probanden Unterkieferapparaturen mit Dentinproben. Diese hatten je eine gesunde sowie eine kariöse beziehungsweise demineralisierte Fläche. Die Studienteilnehmer setzten die Apparaturen für vier Wochen in ihren Mund ein. So konnten plaquebedeckte Zahnflächen nachgeahmt werden. Nur während der Hauptmahlzeiten und der eigenen Mundhygiene unterbrachen sie das Tragen. Durch eine ansonsten fluoridarme Ernährung und das Einlegen der Apparaturen in Zuckerlösung, wurde eine Demineralisierung herbeigeführt. Um die Wirkung der Zahnpasten zu testen, trugen die Probanden zweimal täglich eine Speichel-Zahnpasta-Mischung auf die Proben auf.

Kariespräventive Wirksamkeit von Fluorid

Die Ergebnisse der Studie: Fluoridhaltige Zahnpasten konnten eine demineralisationshemmende Wirkung sowohl auf gesundes und unterschiedlich stark kariöses Dentin zeigen – ebenso auf den Schmelz. Eine Veränderung des Mineralgehalts bei den fluoridfreien Zahnpasten, egal ob mit oder ohne Nanohydroxylapatit, konnte nicht festgestellt werden. Jedoch wiesen die fluoridfreien Zahnpasten einen signifikant höheren Mineralverlust auf als die Zahnpasta mit 1.100 ppm. So ziehen die Autoren das Fazit, dass eine Fluorid-Dosis-Beziehung neben der Zahnoberfläche auch zum Dentin besteht, wohingegen fluoridfreie Zahnpasten die Kariesentstehung und das Fortschreiten nicht verhindern können. Auch der Zusatz von Nanohydroxylapatit nimmt darauf keinen Einfluss.

Quelle: Wierichs RJ, Musiol J, Erdwey D, Esteves-Oliveira M, Apel C, Meyer-Lueckel H.: Re- and demineralization characteristics of dentin depending on fluoride application and baseline characteristics in situ. 2020. J Dent. 94:103305.

Zahnersatz: proDente Faltblatt erklärt den Heil- und Kostenplan

Benötigen gesetzlich versicherte Patienten Zahnersatz, erstellt der Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP). Die gesetzliche Krankenkasse bemisst auf Grundlage des HKPs den Festzuschuss oder bestätigt das Vorliegen eines Härtefalls. Die Höhe des Festzuschusses ist abhängig vom regelmäßig geführten Bonusheft. Aber was bedeuten die einzelnen Positionen?

Felder, Kürzel und Tabellen - der Heil- und Kostenplan, kurz HKP, ist für Patienten häufig schwer zu verstehen. „Unser neu aufgelegtes Faltblatt erklärt den Heil- und Kostenplan Schritt für Schritt“, verdeutlicht Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente. „Wir haben insbesondere auf verständliche Sprache geachtet. So können auch Laien die einzelnen Punkte gut nachvollziehen.“
Überblick: der Heil- und Kostenplan

Auf der Vorderseite findet sich das aktuelle Formular des Heil- und Kostenplans. Das Faltblatt gibt Erklärungen zu jeder Tabelle und greift die einzelnen Positionen auf. Ebenso finden Patienten hier Informationen zu der aktuellen Bonusregelung bei Zahnersatz. Eine Info-Box zum Zahnschema rundet das Informationsangebot ab.
Glossar: Verstehen leicht gemacht

Die Rückseite listet ein Glossar für Patienten. Das Faltblatt erläutert hier alle Kürzel für Befunde und Behandlungsplan. Denn nicht jeder weiß, was mit Begriffen wie z.B. „Adhäsivbrücke“, „vestibuläre Verblendung“ oder „implantatgetragene Suprakonstruktion“ gemeint ist. Viele Illustrationen veranschaulichen die kurzen Texte.
Service: interaktive Anwendung

Alternativ zum gedruckten Faltblatt können sich Patienten auch mit einer interaktiven Anwendung auf der Internetseite von proDente informieren. Durch Anklicken der einzelnen Bereiche auf dem abgebildeten Formular des Heil- und Kostenplans werden auch hier alle Positionen erklärt. Zahnärzte und zahntechnische Innungsbetriebe können die interaktive Anwendung z.B. per Tablet mit Copyright-Hinweis auf proDente nutzen.
Kostenfrei bestellen

Patienten können das Faltblatt zum Heil- und Kostenplan bei proDente unter der Telefonnummer 01805-55 22 55 oder auf www.prodente.de unter dem Menüpunkt „Infomaterial für Patienten“ beziehen.

Zahnärzte und zahntechnische Innungsbetriebe erhalten je 100 Exemplare des Faltblatts kostenfrei auf den Fachbesucherseiten (Login) unter www.prodente.de oder über die Bestellhotline 01805-55 22 55

25.03.2021 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V.



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