Gemeinschaftspraxis für allgemeine Zahnmedizin · Endodontie · Kinderbehandlung
Christian Koenigsmann, Miriam Koenigsmann
Altendorfer Str. 360
45143 Essen

Telefon: (0201) 62 70 03
Fax: (0201) 4 78 48 84
E-Mail: christian.koenigsmann@gmx.net

Mit Hilfe der Karte können Sie den Standort unserer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Miriam & Christian Koenigsmann in Essen-Altendorf ausfindig machen. Parkplätze sind vor der Praxis vorhanden. In unmittelbarer Nähe zur Praxis befinden sich Haltestellen aller öffentlichen Verkehrsmittel. Die Haltestelle "Röntgenstraße" der Straßenbahnlinien 103 und 105 liegt in der Altendorfer Straße.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Anfahrt und freuen uns auf Ihren Besuch.


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.
Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:
Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Bitte die Zeichen des Bildes eintragen*

Montag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 18:00 Uhr
Dienstag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 19:00 Uhr
Mittwoch:
08:15 - 12:00 Uhr

Donnerstag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 19:00 Uhr
Freitag:
08:15 - 12:00 Uhr
14:30 - 17:00 Uhr
Termine nach Vereinbarung

News

Parodontitis vorbeugen und behandeln

„Obwohl bereits international zahlreiche Empfehlungen und Richtlinien zum Umgang mit schwangeren Patientinnen in der Zahnarztpraxis publiziert wurden, herrscht nach wie vor sowohl bei den Schwangeren selbst als auch beim zahnärztlichen Fachpersonal große Unsicherheit in Bezug auf die Behandlung. Dabei kann diese unter Berücksichtigung der körperlichen Veränderungen individuell so angepasst werden, dass die Sicherheit der Schwangeren garantiert werden kann. Was genau es zu beachten gilt, habe ich gemeinsam mit Studierenden in einem Artikel zusammengetragen“, berichtet Prof. Dr. Thea Rott, Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang Dental Hygienist an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Der Artikel zum Thema „Schwangere Patientinnen in der Prävention und Parodontitistherapie sicher betreuen“ entstand als Projektarbeit im Rahmen des Moduls „Wissenschaftliches Arbeiten“ und ist im Quintessenz Team Journal 52 (2022) erschienen. Generell lässt sich feststellen, dass aufgrund der Anpassung des Hormonhaushalts in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen des Parodonts als auch für Zahnhartsubstanzschäden besteht. Deshalb sollte das behandelnde Team bei Patientinnen im gebärfähigen Alter eine proaktive Rolle in der Ansprache einnehmen, um bereits frühzeitig die Wiederherstellung oder den Erhalt der Mundgesundheit einzuleiten.

Auch Prof. Dr. Dr. Philipp Plugmann, Professor für interdisziplinäre Parodontologie und Prävention im Bachelor-Studiengang Dental Hygienist, hat sich in seinem Artikel „Der additive Effekt von Platelet-Rich-Fibrin bei parodontitisbedingten dreiwandigen Knochendefekten“ erneut dem wichtigen Thema der Behandlung von Parodontitis gewidmet. Die Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien erschien in der Zeitschrift Parodontologie 03/2022. Untersucht wurde hier, ob es durch die additive Applikation von Platelet-Rich-Fibrin (PRF) bei dreiwandigen Knochendefekten zu einer Reduktion des klinischen Attachmentlevels (CAL) und der Taschensondierungstiefe (PPD) kommt. Die Ergebnisse zeigen, dass ein additiver Zusatz von PRF zu einer signifikanten Reduktion von PPF und CAL führt.

Wir brauchen Sicherheit!

Die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) fand am 4. und 5. November in München statt. Im Grußwort des bayerischen Staatsministers für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, dankte dieser der Zahnärzteschaft für ihren steten Einsatz, auch in der Pandemie. Er verwies zudem auf die aktuellen Krisen, u.a. die Energiekrise und Inflation, die auch die Kosten der Zahnarztpraxen trieben.

Erstmals sprach die Präsidentin des Weltzahnärzteverbandes FDI, Prof. Dr. lhsane Ben Yahya (Marokko), zu den Delegierten.

Der Vorsteher der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, (HDZ), Dr. Klaus Sürmann, dankte für die Spendenbereitschaft zur Unterstützung der Ukrainehilfe sowie bei der letzten Flutkatastrophe und verwies auf die vielen HDZ Hilfsprojekte.

In ihren politischen Berichten stellten BZÄK-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz sowie die beiden Vizepräsidenten Konstantin von Laffert und Dr. Romy Ermler heraus, dass der ambulante Bereich Sicherheit brauche. Branchenübergreifender Fachkräftemangel, Pandemie, Energiekrise und hohe Teuerungsraten belasteten die Praxen. Dazu kämen die veraltete Gebührenordnung und die Wiedereinführung eines Budgets, was insbesondere die neu etablierte Langzeitbehandlung der Parodontitis unmöglich mache.

In ihrem politischen Leitantrag forderten die Delegierten die Bundesregierung dazu auf, die Rahmenbedingungen für die zahnärztlichen Praxen zu verbessern. Dazu müssen die Gebühren der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen den Kostensteigerungen dauerhaft angepasst werden. Budgetierungen jedweder Art werden abgelehnt. Die selbstständige zahnärztliche Praxis muss gestärkt werden.

Weitere Beschlüsse wurden z.B. zur Anpassung des GOZ-Punktwertes, zur Kieferorthopädie in Zahnarzthand, zu Fachkräftemangel und Nachwuchsförderung, gegen die Vergewerblichung der Zahnheilkunde, zur Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung von Menschen mit Behinderung oder besonderem medizinischen Unterstützungsbedarf, für die Beendigung der Budgetierung der Parodontitisbehandlung sowie für eine Telematikinfrastruktur zum Nutzen der Anwender verabschiedet.

05.12.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer

Barmer-Zahnreport 2022

Die Zahngesundheit im jungen und mittleren Lebensalter wird in Deutschland immer besser. Zwischen den Jahren 2012 und 2020 ist bei 20-Jährigen der mittlere Zeitraum ohne invasive Zahntherapie um mehr als sechs Monate auf 4,4 Jahre gestiegen. Bei den 40-Jährigen gab es einen Zuwachs um drei Monate auf 1,9 Jahre. Trotzdem können die Zahlen insgesamt noch nicht zufriedenstellen. Das geht aus dem aktuellen Zahnreport der Barmer hervor, den die Krankenkasse am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Der Report hat für verschiedene Alterskohorten untersucht, über welchen Zeitraum sie keine invasive Zahntherapie wie zum Beispiel Wurzelbehandlungen, Füllungen, Parodontitisbehandlungen, neue Kronen oder Zahnextraktionen benötigten. Den geringsten Fortschritt gab es demnach bei den 60-Jährigen, bei denen die mittlere therapiefreie Zeit um etwa einen Monat auf 1,6 Jahre angewachsen ist. „Bei der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland deutet sich ein Wandel an. Dieser ist aber noch lange nicht vollzogen. Der Wandel von einer therapie- zu einer nachhaltig präventionsgeprägten Zahnmedizin sollte konsequent weiterverfolgt werden, denn Prävention muss Vorrang vor Intervention haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer, Prof. Dr. med. Christoph Straub.
Ost-West-Unterschiede bei Zahnversorgung werden kleiner

Wie aus dem Zahnreport weiter hervorgeht, sind fast zwölf Prozent der 60-Jährigen zwischen den Jahren 2012 und 2020 ohne invasive Zahnbehandlungen ausgekommen. Bei den 40-Jährigen traf dies auf gut elf Prozent zu und bei den 20-Jährigen auf knapp 24 Prozent. „Bei den jungen Erwachsenen sind die Zahlen durchaus ermutigend. Im mittleren Alter hätten wir uns aber ein deutlich besseres Ergebnis gewünscht“, sagte Prof. Dr. Michael Walter von der Technischen Universität Dresden, Autor des Barmer-Zahnreports. Dabei zeige sich in der jüngsten Alterskohorte, dass die Unterschiede zwischen Ost und West, die in den Zahnreporten der vergangenen Jahre immer wieder auffielen, offenbar geringer werden. Während die mittlere therapiefreie Zeit im Jahr 2012 in den westlichen Bundesländern noch um mehr als zwölf Monate länger gewesen sei als in den östlichen, sei der Abstand zuletzt auf gut zehn Monate zurückgegangen, wie entsprechende Hochrechnungen zeigten. Bei der nach der Wiedervereinigung aufgewachsenen Generation junger Erwachsener gebe es offenbar eine Annäherung der Zahn-Versorgungserfahrungen. Gleichwohl fänden sich zwischen einzelnen Bundesländern zum Teil noch erhebliche Unterschiede. Die für das Jahr 2020 für 20-Jährige berechnete mittlere therapiefreie Zeit habe in Hamburg 4,5 Jahre, in Thüringen dagegen nur 3,3 Jahre betragen.
Am wenigsten Zahnbehandlungen im jungen und hohen Alter

Laut Barmer-Zahnreport hängt die Zahnversorgung auch vom Alter ab. Demnach ist die Zahl der zwischen den Jahren 2012 und 2020 therapiefreien Versicherten im sehr jungen und im hohen Alter am größten. Zwischen 40 und 50 Jahren waren die wenigsten Versicherten in den neun Folgejahren ohne Therapie. Ab etwa 70 Jahren nimmt die Zahl der langfristig therapiefreien Versicherten stark zu. „Im mittleren Lebensalter kommen die wenigsten Versicherten langfristig ohne Therapie aus. Dies mag auch an der in dieser Phase zunehmend auftretenden Parodontitis liegen, die zum Therapiebedarf beiträgt. Dieser wird im Alter wieder weniger, was unter anderem an der abnehmenden Anzahl der Zähne liegt“, sagte Zahnreport-Autor Walter.
Männer Großteil des Lebens häufiger therapiefrei als Frauen

Den Ergebnissen des Reportes zufolge gibt es deutliche Unterschiede in der Zahngesundheit zwischen den Geschlechtern. Demnach sind Männer während eines weiten Teils deutlich häufiger langfristig therapiefrei als Frauen. So waren zum Beispiel rund 12,4 Prozent der 49-jährigen Männer und 8,4 Prozent der gleichaltrigen Frauen langfristig ohne zahninvasive Behandlung. Erst ab 70 Jahren kehrt sich das Geschlechterverhältnis um, wobei der Anteil der Personen ohne invasive Zahnbehandlung mit zunehmendem Alter steigt. „Frauen nehmen offenbar mehr zahnärztliche Leistungen in Anspruch als Männer. Zugleich verlieren sie weniger Zähne“, sagte Barmer-Chef Straub.

01.12.2022 DGA | Quelle: Barmer

Prävention als Fundament für lebenslange Mundgesundheit

KZBV und BZÄK zum diesjährigen BARMER-Zahnreport Anlässlich des diesjährigen BARMER-Zahnreports haben Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) einmal mehr den Stellenwert von Prävention und Prophylaxe in der modernen Zahnmedizin betont. Zugleich übten die zahnärztlichen Bundeskörperschaften deutliche Kritik an der aktuellen Regierungspolitik, die durch Budgetierung und Deckelung eine präventionsorientierte Versorgung erheblich erschwere.

„Die Zahnärzteschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten einen erfolgreichen Wandel gestaltet – weg von der kurativen, hin zu einer präventiven Ausrichtung der Zahnheilkunde. ‚Vorsorgen statt versorgen‘ lautet unser Motto. Damit haben wir den Grundstein gelegt, um für alle Menschen beste Voraussetzungen für ein lebenslang gesundes Gebiss und eine dauerhaft gute Mundgesundheit zu schaffen. Dies sind nicht nur wesentliche Faktoren für eine stabile Allgemeingesundheit, sondern auch für soziale Anerkennung und Integration“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstands der KZBV.

Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der BZÄK: „Die Investitionen in Vorsorge zahlen sich aus, denn so wird eine wesentlich kostenintensivere Krankheitslast vermieden – über viele Jahre hinweg. Bestätigt wird der präventionsorientierte Versorgungsansatz auch von Seiten der Wissenschaft. So zeigte die repräsentative Deutsche Mundgesundheitsstudie, wie sich die Mundgesundheit der Bevölkerung in den vergangenen Jahren weiter verbessert hat. Die Karies bei Kindern wurde auf ein Zehntel reduziert, gesundheitliche Ungleichheiten entlang sozialer Gradienten wurden abgebaut. Dank des Zusammenspiels von Individual- und Gruppenprophylaxe gehört Deutschland zu den Ländern mit den niedrigsten Kariesprävalenzen bei 12-Jährigen. Bei Erwachsenen ist die Zahl der Füllungen rückläufig, Zahnverluste haben sich halbiert. Senioren weisen durchschnittlich fast sieben mehr eigene Zähne auf als noch zur Jahrtausendwende.“

Eßer betonte, dass Zahnärztinnen und Zahnärzte die Versorgung präventionsorientiert fortentwickelt, den Leistungskatalog im Einvernehmen mit Kassen und Patientenvertretung an den Stand der Wissenschaft angepasst und die Mundgesundheit auch für vulnerable Gruppen mit speziellem Behandlungsbedarf kontinuierlich verbessert hätten. „Unsere Präventionserfolge sind beispielgebend für die Versorgung. In keinem Bereich wurde mehr aktive Gesundheit durch Prävention geschaffen als in der Zahnmedizin. Diesen Weg wollen wir weitergehen und Erfolge verstetigen und ausbauen - wenn uns die Politik denn lässt und nicht fortwährend Knüppel zwischen die Beine wirft, wie derzeit mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz.“

Er kritisierte das aktuelle Regierungshandeln scharf, welches eine präventionsorientierte Versorgungspolitik erheblich erschwere, wenn nicht sogar völlig unmöglich mache: „Obwohl die Ampel im Koalitionsvertrag Prävention und Vorsorge zum gesundheitspolitischen Leitprinzip der Regierungsarbeit erhoben hat und Minister Lauterbach bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont, dass jeder in Prävention investierte Euro dem System später um ein Vielfaches erspart bleibt, kappt er mit dem GKV-FinStG durch Budgetierung die Mittel für präventive Maßnahmen wie etwa die neue Parodontitis-Richtlinie. Einen Großteil der Versicherten lässt die Regierung damit im Regen stehen, ihnen drohen massive Leistungskürzungen“, sagte Eßer.

„Rund 30 Millionen Patientinnen und Patienten, die an der Volkskrankheit Parodontitis leiden, wird faktisch ein Leistungsanspruch vorenthalten, der erst im Vorjahr in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen und als ein Meilenstein für die Verbesserung der Mund- und Allgemeingesundheit begrüßt wurde. Mit dem GKV-FinStG wird dieser neue präventionsorientierte Versorgungsansatz für die weit überwiegende Mehrheit der GKV-Versicherten im Keim erstickt - Leidtragende sind ausschließlich Patientinnen und Patienten. Ein solcher Frontalangriff auf eine präventionsorientierte Patientenversorgung ist ebenso verheerend wie verantwortungslos!“

28.11.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer



x